Every Sperm is Sacred!

Letztens bin ich beim zappen bei hart aber fair hängen geblieben. Die Sendung beschäftigte sich mit der aktuellen PID Kontroverse. Lange konnte ich aber nicht zusehen, wie Frau Ex-Gesundheitsministerin Schmidt und vor allem der Vertreter des Ethikrats argumentierten. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Muss der Gesetzgeber überhaupt darüber entscheiden ob das erlaubt oder verboten sein sollte? Sind die potentiellen Eltern nicht mündig genug, selber darüber zu entscheiden was gut oder schlecht für sie ist?

Und wenn ich dann höre dass da Menschenleben weggeschmissen werden … man möge mich korrigieren, aber das was da in der Petrischale (ich bezweifle dass das im Reagenzglas gemacht wird) gezüchtet wird, ist nichts weiter als eine Handvoll Zellen. Das hat nicht viel mit Leben zu tun.

2 Gedanken zu „Every Sperm is Sacred!

  1. Ich stimme dir da voll und ganz zu.
    Es sollte eine reine Entscheidung der Eltern sein. Ethische, moralische oder sonstige Einflüsse sind sowieso individuell und nicht auf eine ganze Gesellschaft, bzw. ein ganzes Land anwendbar. Alleine die Diskussion darüber finde ich teilweise sehr sehr krank. Mir haben 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, im Minuten und Sekundentakt, sterben Menschen, werden ermordet, verhungern oder sterben an Krankheiten. Noch schnell werden neue geboren die meisten davon in Bereichen, wo sie dazu verdammt sind ebenfalls an Krankheiten oder dem Hungertod zu Grunde zu gehen. Das ist Leben! Das ist Leben, welches man schützen und welchem man helfen sollte, dies sind Probleme womit sich die Welt beschäftigen sollte! Aber nein in einer überfütterten, medienabhängigen Gesellschaft macht man sich lieber die Sorgen wie man dünn wird und ob ein Zellenklumpen ohne Nervensystem und Bewusstsein als Leben durchgeht und geschützt werden sollte. Was ist denn besser, ein Ehepaar ohne Kind welches für sich festgestellt hat, dass es eine gewisser Verantwortung und Herausforderung nicht gewachsen ist/gerecht werden kann oder eine Familie mit einem schwerbehinderten Kind, welches diesem nicht gerecht werden kann aufgrund von Überforderung, egal ob emotionaler oder körperlicher. Klar kommen dann wieder Argumente wie, aber hätte/könnte ja auch gut gehen können und doch keine Behinderung und die Eltern können dran wachsen usw…Man hätte/könnte auch die Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt übernehmen können und damit sein Leben retten und dauerhaft verbessern können, denn das ist Leben, welches verdammt nochmal sich dessen auch voll bewusst ist.

    1. J.T. du sprichst da noch einen weiteren Punkt an. Der, dass man sich seiner Entscheidung über das Kinder haben (noch nicht mal unbedingt das „Bekommen“) bewusst sein sollte. Wenn ich für mich entscheide keine Kinder zu haben, dann sollte das genauso wenig verurteilt werden, wie ich anders herum niemanden augenrollend ansehen kann schon das zweite Kind zu bekommen. Und Argumente wie „man wächst an seinen Aufgaben“ ziehen dann eben auch nicht. Wenn dann noch, wie in der PID Debatte potentielle Erbkrankheiten mit ins Spiel kommen, wird es schon fast lächerlich. Das ist eben ein doch ein sehr persönliches Thema, das jeder für sich individuell zu entscheiden hat. Ohne dass ein Dritter (ob nun Staat, Kirche, oder einfach nur Verwandte) glauben Vorschriften machen zu dürfen.
      Vielleicht wäre es auch wichtiger mehr Aufklärung zu betreiben statt einfach nur die ultimative Wahrheit vorzugeben.

Kommentar verfassen