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Pampelmuse

Sagt mal, was ist eigentlich los?

Bin ich der einzige, der es etwas scary findet dass wir seit einiger Zeit unsere Schnäppchen während der Sales kaufen? Das uns Services vielerorts angeboten werden ist ja eigentlich schon normal (die Servicewüste kenne wir ja zu genüge). Auch dass ich mir ein Ticket kaufen muss, wenn ich mit der Bahn fahre, kann ich irgendwie noch verkraften. Aber dass ich mir Kaffee to go kaufen soll, daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Woran liegt es, dass alle super happy sind und diesen Umstand nicht bemerken? Vielleicht weil wir schon zu lange mit unseren Handys rumlaufen? Vielleicht kam das alles zu schleichend in unseren Alltag. Wenn ich so nachdenke, fällt mir gar keine Alternative für Grapefruitsaft ein. Aber was soll ich mir den Kopf zerbrechen … Ich mach lieber die Glotze an und warte bis mir jemand we love to entertain you entgegen brüllt. Dennoch: ist das nicht alles strange!?

So sehr diese und viele andere Veränderungen (die es gilt heraus zu stellen!) einfach zum Zeitgeist gehören, bin ich doch dafür, dass wir uns etwas besinnen und nicht alles nachquatschen was wir vielleicht im (stark amerikanisierten) Fernsehen oder anderswo hören.

Das Lümmeltütenproblem

Unser Papst ist empört! Er ist empört darüber das alle so erstaunt sind dass er nun doch Kondome erlaubt, aber niemand sich dafür interessiert was er noch so zu sagen hat. Ja er fühlt sich gar in seiner Intelligenz beleidigt. (n24.de).

Nun ja. Was soll man als toleranter und völlig „glaubensloser“ Mensch dazu sagen? Vielleicht erst einmal: Willkommen im Jahr 2010, Herr Pontifex! Schön dass die Kirche so langsam auch in der Gegenwart ankommt. So scheint es zumindest. Sieht man ein wenig genauer hin, kommt die Ernüchterung und das obligatorische Augenrollen. Denn die Lümmeltüten sind nur zur Vermeidung von Aids erlaubt. Was wiederum ein wenig verwirrt: Vor knapp einem Jahr erklärte Benedikt während seiner Afrikareise noch, Kondome würden das Aids-Problem nicht lösen und es nur verschlimmern.

Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll meine Empörung zu dem Thema zu beschreiben. Wie kann sich jemand, ungeachtet seiner (religiösen) Stellung, in seiner Intelligenz beleidigt fühlen und im selben Atemzug Kondome verteufeln und ausschließlich zur Vermeidung von Aids als Ausnahme bei „begründeten Einzelfällen“ erlauben? Und die Betonung liegt hier klar bei der einen Krankheit! Andere Infektionskrankheiten sind im Vatikan scheinbar nicht bekannt. Leicht überspitzt könnte man meinen, zwischen den Zeilen eine Antragspflicht für die Nutzung von Präservativen zu lesen. Denn wer begründet hier die Einzelfälle? Der fromme Mann darf wohl kaum selbst darüber entscheiden, andernfalls gäbe es diese Diskussion ja nicht!

Eigentlich fühle ich mich nicht angesprochen von irgendwelchen religiösen Vertretern. Dennoch stellen sich bei mir die Fußnägel auf, wenn die  Kirche mit ihren Dogmen jeden (oder zumindest ihre Anhänger) bevormundet. Wer im Jahr 2010 ernsthaft über das Für und Wider von Verhütungsmitteln diskutiert, verdient keinerlei Beachtung!

Noch weniger kann ich verstehen, wie Kirchengänger (und ich hoffe insgeheim dass es Ausnahmen gibt) das einfach so fressen und Amen sagen. Beim stöbern durch Kommentare finde ich folgenden erschreckenden Beitrag:

Auf konservative Werte und den Glauben hinzuweisen ist einer der Verdienste von Papst Benedikt XVI, ebenso wie die Warnung vor uneingeschränktem Hedonismus der westlichen Welt. Als kluger Mann sieht er ein Stück weiter in die Zukunft als manch ein Politiker, seine Warnungen und Empfehlungen sollten deshalb mehr Gehör finden. Unfehlbar ist er nicht, und ich denke, er hat diesen Anspruch auch nie erhoben, er ist vielmehr der demütige dienende Hirte seiner Gemeinde, der diesen Dienst nicht mit dem Karrierestreben mancher Zeitgenossen verwechselt. Von den Gliedern seiner Gemeinde erwartet er Hilfe und damit ist er sogar das, was mancher als modern bezeichnen könnte. So vereint er im besten Sinne eine konservative Grundeinstellung mit einer Offenheit für neue wissenschaftlich begründete Erkenntnisse. (von Familienverfechter, 21.11.10, 12:15)

Und das meint der wohl voll ernst! … Aber bevor ich hier noch in Blasphemie verfalle und mein Anfangsthema aus den Augen verliere, füge ich dem nichts mehr hinzu. Jedem das Seine.

Abschließen möchte ich mit einem Aufruf:

Make Love!

Der morgentliche Peilo

Berlin. Die Zahl der morgentlichen Peilos nimmt wieder stark zu. Alle Bürger sind aufgerufen auf diesen speziellen Typ Mensch Acht zu geben und stets ausreichend Abstand zu halten. Eine Ansteckung mit der Krankheit kann zum derzeitgen Stand der Untersuchungen noch nicht ausgeschlossen werden.

Der morgentliche Peilo zeichnet sich durch starke Verwirrung aus. Besonders beim Ein- und Aussteigen im öffentlichen Nahverkehr fällt er auf. So muss er oder sie immer versuchen möglichst als erster in die Stadtbahn zu kommen, ohne Rücksicht auf aussteigende Fahrgäste zu nehmen. Dabei wird nicht selten jemand angerempelt. In der Bahn angekommen wird wild nach einem Sitzplatz gesucht. Selbst wenn noch genügend freie Plätze vorhanden sind und wesentlich weniger Leute als frei Sitze eingestiegen sind, muss der Peilo quer durch die Bahn rennen. Erst wenn der Peilo sitzt und sich schließlich umblickt um sein Umfeld wahr zu nehmen (normale, nichtbetroffene Personen würden das bereits viele Minuten früher machen), ist die Gefahr vorerst gebannt. Sobald sich der morgentliche Peilo von seinem Sitzplatz erhebt ist wieder Vorsicht geboten!

(bho, sa)

Das seltsame Verhalten harnlassender Studenten zur Pausenzeit

Abgründe tun sich auf an deutschen Hochschulen. Also, vorerst wohl  nur an einer: an der FH Brandenburg scheinen einige schwer verwirrte Studenten die Prinzipien der Toilette und des kleinen Brüders der Toilette, das Urinal, nicht ganz verstanden zu haben.  So kam es dazu, dass der Dekan höchst persönlich eine Mahn-Mail schreiben musste.

Liebe Studentinnen: bitte nicht weiterlesen, diese mail ist nicht für sie bestimmt!

Liebe Studenten,
in letzter Zeit haben wir zunehmend Probleme mit durch Handtücher verstopften Urinalen im Informatikgebäude.
Bitte reinigen Sie sich und ihre betroffenen Körperteile nach dem Harnlassen am Urinal nicht mehr mit den Papierhandtüchern, weil diese sich nicht in Flüssigkeit auflösen. Falls notwendig, benutzen Sie bitte die normalen WC-Becken und verwenden dann zur Reinigung das Toilettenpapier.
Mit freundlichem Gruß
Der Dekan

Was soll ich sagen … unter diesem Umstand bin ich irgendwie froh, mich nicht mehr zu den Studenten der FH Brandenburg zählen zu  müssen. 😉

US-Präsidentschaftswahl und Verschwörungstheorien

*tief-Luft-holen* … *Staub-wegpusten* …

Dass man den Medien nicht immer trauen kann ist eigentlich klar. Besonders was so im Netz rumschwirrt kann ziemlich oft ziemlicher Blödsinn sein. Nichtsdestotrotz,  vor kurzem auf der Suche nach brandaktuellen Neuigkeiten aus aller Welt, gelange ich zufällig auf welt.de (welch Zufall 😉 ) und lese folgendes:

War Barack Obama Favorit der al-Qaida?

Kurz vor der Wahl in den USA war die Anspannung unter den Terrorismus- und Sicherheitsexperten groß. Es wurde erwartet, dass al-Qaida entweder durch einen Anschlag oder per Videobotschaft versuchen würde, den Ausgang zu beeinflussen. Passiert ist jedoch nichts. Gründe dafür gibt es genug.

Uuuuh, das hört sich nach einer Verschwörungstheorie an – in der Regel ist sowas recht unterhaltsam und es regt zum Nachdenken an 😉 … Nun ja, den Artikel selbst lasse ich mal so im Raum stehen 😀 . Er besteht hauptsächlich aus Thesen des Autors, ein selbsternannter (?) „Politischer Analyst“. Was eigentlich viel interessanter (sowie unterhaltsamer) ist, sind die Kommentare zu dem Artikel. Eins dieser Kommentare lass sich so:

DAS GIBT ES DOCH NICHT .. 😉 Sollte das stimmen? Eine kleine Recherche ergab: ja es stimmt … zumindest ansatzweise 🙂

Erst ein mal, sein Name ist wirklich „Barack Hussein Obama“ – so weit, so unspannend. Übrigens scheint sein zweiter Vorname, auf US-Internetseiten, bei biographischen Angaben nicht so beliebt zu sein (warum eigentlich).

Etwas Zeit habe ich noch 🙂 Was ist mit der Bedeutung seiner Namen? Nun, der erste Vorname ist unter anderem ein biblisch-afrikanischer Name – schließlich stammen seine Eltern ja aus Kenia. Es ist aber auch ein arabischer Name, mit zwei Schreibweisen. Die, wahrscheinlich arabischere Version, „Barak“ heißt dabei wirklich „gesegnet“. Wobei die afrikanische Version eine ähnliche Bedeutung („Einiger“) hat.
Der zweite Vorname ist eine arabische Verkleinerungsform von „Hasan„, was wiederum auf einen Großvater irgendeines Propheten führt. Nun möge man sich fragen warum der Typ Hussein heißt. Nun, sein Großvater hieß so, unglaublich aber wahr 😉 Über seinen Großvater kann man auch erfahren wie der Name „zustande kam“: Er ist zum Islam konvertiert und hat diesen Namen angenommen. Der Name wurde dann eben traditionell an die Söhne weitergegeben.
Leider lässt sich die Behauptung auf die Anspielungen leider nicht so schön nachweisen 🙂 . Aber ein doch kurioser „Zufall“ ist es allemal.

So, nu aber genug der Langeweile-aktion 🙂

[via:] US-Präsidentschaftswahl: War Barack Obama Favorit der al-Qaida? – Nachrichten Politik – WELT ONLINE.