Kommt doch mal klar!

Ja es ist kalt. Scheißekalt sogar. Aber das ist noch lange kein Grund dass ihr alle zu spät kommen könnt! Jedes Jahr das Gleiche: die ersten Schneeflocken fällen und kein Zug ist mehr pünktlich. Kein einziger.

Kann mir das jemand erklären? Gibt es dafür eine plausible Erklärung? Es wird doch jedes Jahr Winter! Macht doch Winterfahrpläne, dann können sich alle darauf einstellen und niemand hat Probleme.

60 Minuten Mindestverspätung bei nationalen und internationalen Zügen, das kann’s ja wohl nicht sein. Und wenn man Pech hat sitzt man in einen dieser Züge mit vier Stunden und mehr Verspätung. *kopfschüttel*

Liebe Deutsche Bahn, kommt doch mal klar!

Das Lümmeltütenproblem

Unser Papst ist empört! Er ist empört darüber das alle so erstaunt sind dass er nun doch Kondome erlaubt, aber niemand sich dafür interessiert was er noch so zu sagen hat. Ja er fühlt sich gar in seiner Intelligenz beleidigt. (n24.de).

Nun ja. Was soll man als toleranter und völlig “glaubensloser” Mensch dazu sagen? Vielleicht erst einmal: Willkommen im Jahr 2010, Herr Pontifex! Schön dass die Kirche so langsam auch in der Gegenwart ankommt. So scheint es zumindest. Sieht man ein wenig genauer hin, kommt die Ernüchterung und das obligatorische Augenrollen. Denn die Lümmeltüten sind nur zur Vermeidung von Aids erlaubt. Was wiederum ein wenig verwirrt: Vor knapp einem Jahr erklärte Benedikt während seiner Afrikareise noch, Kondome würden das Aids-Problem nicht lösen und es nur verschlimmern.

Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll meine Empörung zu dem Thema zu beschreiben. Wie kann sich jemand, ungeachtet seiner (religiösen) Stellung, in seiner Intelligenz beleidigt fühlen und im selben Atemzug Kondome verteufeln und ausschließlich zur Vermeidung von Aids als Ausnahme bei “begründeten Einzelfällen” erlauben? Und die Betonung liegt hier klar bei der einen Krankheit! Andere Infektionskrankheiten sind im Vatikan scheinbar nicht bekannt. Leicht überspitzt könnte man meinen, zwischen den Zeilen eine Antragspflicht für die Nutzung von Präservativen zu lesen. Denn wer begründet hier die Einzelfälle? Der fromme Mann darf wohl kaum selbst darüber entscheiden, andernfalls gäbe es diese Diskussion ja nicht!

Eigentlich fühle ich mich nicht angesprochen von irgendwelchen religiösen Vertretern. Dennoch stellen sich bei mir die Fußnägel auf, wenn die  Kirche mit ihren Dogmen jeden (oder zumindest ihre Anhänger) bevormundet. Wer im Jahr 2010 ernsthaft über das Für und Wider von Verhütungsmitteln diskutiert, verdient keinerlei Beachtung!

Noch weniger kann ich verstehen, wie Kirchengänger (und ich hoffe insgeheim dass es Ausnahmen gibt) das einfach so fressen und Amen sagen. Beim stöbern durch Kommentare finde ich folgenden erschreckenden Beitrag:

Auf konservative Werte und den Glauben hinzuweisen ist einer der Verdienste von Papst Benedikt XVI, ebenso wie die Warnung vor uneingeschränktem Hedonismus der westlichen Welt. Als kluger Mann sieht er ein Stück weiter in die Zukunft als manch ein Politiker, seine Warnungen und Empfehlungen sollten deshalb mehr Gehör finden. Unfehlbar ist er nicht, und ich denke, er hat diesen Anspruch auch nie erhoben, er ist vielmehr der demütige dienende Hirte seiner Gemeinde, der diesen Dienst nicht mit dem Karrierestreben mancher Zeitgenossen verwechselt. Von den Gliedern seiner Gemeinde erwartet er Hilfe und damit ist er sogar das, was mancher als modern bezeichnen könnte. So vereint er im besten Sinne eine konservative Grundeinstellung mit einer Offenheit für neue wissenschaftlich begründete Erkenntnisse. (von Familienverfechter, 21.11.10, 12:15)

Und das meint der wohl voll ernst! … Aber bevor ich hier noch in Blasphemie verfalle und mein Anfangsthema aus den Augen verliere, füge ich dem nichts mehr hinzu. Jedem das Seine.

Abschließen möchte ich mit einem Aufruf:

Make Love! Safe!

Make Love!

Kernenergie

N24 9.11.2010 10:14:44

Wer soll eigentlich mit dieser überschwängliche Werbung angesprochen werden?!

Einser!

Da lacht das Studentenherz!

Introducing: iBrot

iBrot on flickr

Der morgentliche Peilo

Berlin. Die Zahl der morgentlichen Peilos nimmt wieder stark zu. Alle Bürger sind aufgerufen auf diesen speziellen Typ Mensch Acht zu geben und stets ausreichend Abstand zu halten. Eine Ansteckung mit der Krankheit kann zum derzeitgen Stand der Untersuchungen noch nicht ausgeschlossen werden.

Der morgentliche Peilo zeichnet sich durch starke Verwirrung aus. Besonders beim Ein- und Aussteigen im öffentlichen Nahverkehr fällt er auf. So muss er oder sie immer versuchen möglichst als erster in die Stadtbahn zu kommen, ohne Rücksicht auf aussteigende Fahrgäste zu nehmen. Dabei wird nicht selten jemand angerempelt. In der Bahn angekommen wird wild nach einem Sitzplatz gesucht. Selbst wenn noch genügend freie Plätze vorhanden sind und wesentlich weniger Leute als frei Sitze eingestiegen sind, muss der Peilo quer durch die Bahn rennen. Erst wenn der Peilo sitzt und sich schließlich umblickt um sein Umfeld wahr zu nehmen (normale, nichtbetroffene Personen würden das bereits viele Minuten früher machen), ist die Gefahr vorerst gebannt. Sobald sich der morgentliche Peilo von seinem Sitzplatz erhebt ist wieder Vorsicht geboten!

(bho, sa)

Lautgedacht: Jaaaaa jaaaaa…

Ja Amazon, ich will diese Kamera. Sehr sogar. Aber das Budget lässt es zur Zeit nicht zu. Also bitte streu doch nicht täglich Salz in die Wunde und schick mir Mails mit deinen Angeboten. Bitte! Danke.

Auf Wiedersehen

In einem spontanen Anfall aus Langerweile gepaart mit ein wenig Erkenntnis, habe ich soeben Suizid begangen.

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Lautgedacht: Wirklich?!

Wie jetzt!? Seit wann ist dass denn so? Soll ich jetzt wirklich … teuer ist es ja nicht, aber brauche ich das? … Wobei wenn ich mir die Sony NEX-5 so angucke … oh man die ist echt so schön! … Wie komme ich jetzt nur schnell an 600 € … 624,95 € (inkl. Flickr Pro)

Basic Halfknowledge – Advanced Fail

“No one can reach me the water!” – J. Vielmeier prognostiziert, auf Basic Thinking “Das Jahrzehnt der Entwickler bricht an“. Und ich bin “geflasht” von so viel Halbwissen!

Wie am Anfang schon sehr gut erkannt wurde, muss jemand der sich Programmierer schimpfen will, einiges an Wissen aufweisen. Die reine Fähigkeit verschiedenen Programmiersprachen (btw: Java ist keine Auszeichnungssprache!) nutzen zu können, reicht allerdings nicht aus! Dazu kommt noch ein Berg an theoretischem und methodischem Wissen. Kurzum, so etwas liest man sich nicht an zwei Wochenenden an. In einem dreijährigem Bachelor-Studium zum Informatiker (merke: Programmierer < Informatiker) lernt man viel und dennoch nicht alles. Es reicht alle Male als sehr gute Grundlage für einen Berufseinstieg – und das liegt nicht am Studiensystem, sondern einfach an der Vielfältigkeit des Themas (wobei wir hier “Thema” sehr weit fassen).

Vielmeier behauptet vorlaut, Programmierer würden in den kommenden Jahren zu modernen Bauern werden, die die Drecksarbeit machen. Geld verdienen, würden sie dabei  nur sehr wenig. Die “Veredler” sind es sie das dicke Geld machen würden. Denn sie sind es, die innovative Produkte, mit den vorbereiteten Baukastensysteme, bauen. Viel wissen müssen sie auch nicht, denn dank der Baukästen der Bauern, ist es für jeden ein Leichtes individuelle Programme, Apps und Webseiten zu erstellen.

Also bitte! Das ist doch an den Haaren herbeigezogener Blödsinn! Würde das so eintreffen, haben wir bald Millionen verschieden aussehender Software, die doch immer gleich ist. Das ergibt sich schon aus dem Fakt das man mit Baukastensystemen nur das bauen kann, was das System anbietet. So viel Potenzial an Innovation oder Entwicklungsmöglichkeit kann dabei nicht vorhanden sein. Weiterhin haben die Nutzer der Bau(ern)kästen wenig bis kein Spezialwissen, was die Entwicklung neuer und einzigartiger Produkte weiter stark beeinträchtigt. Ein dritter Fakt, und ich denke das ist einer der wichtigsten, der diese Theorie verblassen lässt, ist, dass niemand 526 Twitter-Apps braucht; niemand will 621 verschieden aussehende “Facebook-Like-Buttons”; niemand interessiert sich für das 201. Social-Network-Portal … niemand will irgendetwas aufgewärmtes, dass es schon x Mal gibt!

Besonders im Internet gilt eines stärker als irgendwo anders: Jede Idee funktioniert nur ein Mal sehr gut! Ein zweites Mal kann es vielleicht noch so mittel-gut funktionieren. Über den dritten Versuch redet niemand. Das beste Beispiel ist wohl “The One Million Dollar Page“. Das gab es ein Mal und wird es nicht ein weiteres Mal geben. Ein aktuelleres Beispiel ist Twitter. Googles Versuch seinen Buzz zu etablieren war eine Riesenluftnummer. Man stelle sich nur mal vor, wie das aussehen würde, würden Internetdienste (oder allgemein Software) mit reinen vorgefertigten Baukästen erstellt werden: Es gäbe einen kurzen Hype und danach nur noch Desinteresse.

Ich, als Informatiker (respektive Programmierer UND Entwickler), bin vielleicht nicht unbedingt der mit den meisten und innovativsten Ideen, aber ich bin auf jeden Fall der der Ideen umsetzen kann – und zwar weit über den Horizont eines Baukastensystems hinaus!