Archiv der Kategorie: In Schottland

EU Summer School an der Universität Paisley

Tag 43, Die Abreise

Ja, das war’s auch schon. Sechs Wochen sind um, und das ging schneller als man sich das anfangs vorstellt.

Ich habe viele Leute kennengelernt und Erfahrungen gesammelt die man einfach nur im Ausland bekommen kann. Jeder der die Möglichkeit bekommt für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen um zu Studieren oder zu Arbeiten oder was auch immer, soll das wahrnehmen!

Was soll ich noch sagen, ich hab ja schon sechs Wochen lang viel gesagt bzw. geschrieben.
Laut des Traffics müssen sich einige hier rumtreiben, also an alle die fleißig oder auch nur sporadisch mitgelesen haben:

Das war’s mit diesem Teil meines Blogs. In diesem Sinne
Bye bye, and see you later!

Tag 35-36: Wo müssen wir lang?

Wie bereits angekünigt, hatten wir (David, Uwe und ische) uns ein Auto gemietet.
Wir sind also Freitag mittag losgefahren, erstmal Verpflegung kaufen: Fleisch, Brot, Getränke (= Bier 😉 ), zwei Einweggrills. Danach noch schnell voll tanken (ja, das Mietauto war nicht voll) und dann los in Richtung Glasgow … öh, ob das sooo die richtige Richtung ist wussten wir allerdings nicht. Ich war zum Karten lesen eingeteilt. Bekommen habe ich aber nur eine Skizze von einem Teil Schottlands, aus einem kostenlosen Touristen-Informations-Prospekt. Wir fuhren also erstmal nach Glasgow. Dort angekommen, sind wir erstmal ein paar Runden im Kreis gefahren (während dessen haben wir bereits nach einem Kartenhändler gesucht). An einer Tankstelle haben wir dann eine bekommen – für 4,50 … sorry Uwe, aber ein paar Pfund mehr hättest du ruhig ausgeben können 🙂 . Denn dieses Heftchen war auch nur mit den absolut nötigsten Informationen bestückt. Statt detailreichen Karten hatte dieses Heft „Piktogramme“. Okay, von Glasgow waren richtige Straßenkarten drin, nur eben nicht von den Orten zu denen wir wollten.
Nichts desto trotz, erstmal los – in den Glasgow’er Stau 😀

(wir fahren … etwa drei Stunden, oder mehr)

Unseren ersten übernachtungsplatz hatten wir am Loch Vernacha – sehr schön da!
Dann gings los: Platz fürs Zelt suchen. Zelt aufbauen. Feuerstelle bauen. Holz suchen. Feuer machen … Feuerzeug weg werfen, da geschmolzen (ich hab zu lange probiert das Feuer nur mit Laub, ohne Papier an zu machen 🙂 ), Feuerzeug bei den Fischern ausleihen … Feuer brennt. Grill an machen. Schnell neues Holz holen da schon wieder weggebrannt. Lecker Steak und Wurst essen (ich habs auf die hart Tour ohne jegliches Besteck gemacht). Feuer aus – im dunklen sitzen. Waschen. Schlafen (bzw. versuchen, da ich nur eine dünne Decke zu viele Hügel als Unterlage hatte).

Am nächsten Morgen sind wir dann in Richtung Loch Lomond gefahren. Diesmal auf direktem Weg. Knapp eine Stunde hat’s gedauert – auf der „Karte“ sah es aus als würden mindestens zwei brauchen. Dort sind wir dann auf den Ben Lomond gekrackselt. Was für’ne Aussicht!

Am frühen Abend wollten bzw. mussten wir uns noch einen Platz zum übernachten suchen. Vorraussetzungen waren Wasser, Holz, ein Platz fürs Auto (nicht zuuu weit weg) und möglichst wenig Menschen (man, David 😉 ). Wir guckten uns ein Parkplatz direkt am Loch Lomond an. Dort zelteten bereits ein paar Leute, aber nicht so viele dass man denken würde es wäre ein kommerzieller Zeltplatz. Na jedenfalls waren das dort zu viele Leute für David. Also sind wir auf gut Glück weiter gefahren. Ich bin ja recht spontan und flexibel, aber planlos durch ein fremdes Land mit einer billig Karte zu fahren is mir dann etwas zu viel. Gut zwei Stunden, viele Meilen, nette und verlassene Orte und ein kleiner „Ausrutscher“1 mit dem Auto später und wir sitzen in einem kleinen Stadtpark irgendwo in Schottland und machen uns Essen auf unserem zweiten Einweggrill. Danach gings zurück nach hause, ohne zu zelten.

Die Rückfahrt hat dann nicht mal eine Stunde gedauert – zur Errinnerung: die Hinfahrt hat über drei Stunden gedauert 🙂

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1: Wir waren auf einer schmalen Straße irgendwo in einem Tal. Wir entdeckten einen scheinbar verlassenen Bauernhof und haben schon unser Zelt dort stehen sehen. Uwe lässt das Auto drei Meter zurückrollen. Es ruckt hinten links. Das Auto sackt ab. Wir gucken uns mit blassen Gesichtern an. Wir steigen schnell aus und sehen nach. Der linke Randstreifen täschte uns nur vor ein Rand mit Gras zu sein. Dort war eine Rille mit hohem Gras. Es fehlten nur zwei Zentimeter und das Auto wäre in diese Rille mit dem hinteren linken Rad gerutscht. Wir versuchten mit angezogener Handbremse und gleichzeitigem Schieben von hinten die Karre dort wieder rauszubekommen. Nach drei Ansätzen stand das Auto wieder auf allen vier Rädern. Puuuh. Der Bauernhof war übrigens nicht verlassen, also fuhren wir weiter.

Tag 34, *klopf-klopf*

*KLOPF KLOPF* … so oder so ähnlich wurde ich heute geweckt.

Unsere Putzfrau kam um kurz vor zehn wie wild durch den Gang gerannt und hat an allen Türen geklopft. Wenn niemand antwortete hat sie schnell die Tür auf geschlossen, ist rein gestürmt und … hat die Tischlampe rausgeholt 😀 . Zur überprüfung – das hatten die aber eigentlich schon mal gemacht (wir mussten nämlich am Montag alle unsere Lampen in die Küche stellen).
Aber na ja, das nur so als kleine Randinfo 🙂

Der Endspurt steht bevor. Noch etwas mehr als eine Woche, dann gehts wieder nach hause.
Ich muss noch lernen 🙁 für Dienstag, da schreiben wir die Klausur in E-Business. Und dann müssen wir auch noch einen Kareereplan anfertigen, aber da bekommen wir erst kommenden Dienstag Infos (hoffentlich).

Gestern war ich beim Friseur. 😉 Ich habs wieder geschaft in den scheinbar teuersten Laden zu gehen (wie das Nobelrestaurant vor ein paar Wochen). Na jedenfalls hat der gute Mann mir einen Haarschnitt verpasst, „choppy“ hat er’s gemacht. Vom Weiten siehts normal aus. Aber bei näherer Betrachtung … naja, choppy eben. 13,50£ hab ich bezahlt. Mit Studentenrabatt!

Für morgen und Samstag haben wir uns ein Auto gemietet und wollen zum Loch Lomond fahren und da mal n bisschen gucken.

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Nacht 22, Party mit und bei den Chinesen

Nach dem recht anstrengenen Tag mit der Busfahrt, wollten wir zu einem Grillabend bei den Polen, organisiert von Deutschen 🙂 , gehen. Dort sind uns aber nach 2 Stunden die Füße eingeschlafen. Also mussten wir Ersatz suchen 😀 . Wir hörten das die Chinesen irgendwo eine Party steigen ließen. Doch es war nirgends ein Chinese zu sehen (zuvor waren alle auf zwei Küchen verteilt und man konnte sie nicht übersehen oder -hören).
„Da ist ein Chinese, los hinter her.“ 30 Sekunden nach diesem Satz waren wir bei der Chinesenparty. Alle saßen im Kreis auf dem Boden (die Stühle waren kunstvoll auf den Küchenschränken gestapelt) und quatschten wild durcheinander. Da wir ja nicht wirklich eingeladen waren, setzten wir (zwei Franzosen, zwei Deutsche, ein Wiener) vorsichtig in eine Ecke der Küche und lauschten den Klängen der Musik und des chinesischen Gebrabbels. Nach etwa 45 Minuten gaben die Franzosen und der Wiener auf und gingen. Ich blieb mit Stefan aus Wildau noch da.
Und das Warten hat sich gelohnt, nach dem einige Chinesen ebenfalls gingen fing die Party rrrrrichtig an 😀
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Es folgen vier Videos. Als Hinweis: Die Videos nach einander ansehen, nicht gleichzeitig starten – alle vier Filmchen gleichzeitig zu laden könnte recht lange dauern.

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Tag 22, Wo ist Nessi?

Heute waren wir in (oder sagt man bei?) Loch Ness, naja zumindest fast. Diesmal hat das eine Mit-SommerSchool-Studentin organisiert. An sich war die Tour ja recht nett – abgesehen von den insgesamt 8 Stunden Busfahrt, in einem Bus der einfach nur alt war, dessen Sitze unglaublich hart waren und der offenbar keine Stoßdämpfer sondern Stoßweiterleiter hatte.

ärgerlich fand ich dass die Tour unter der überschrift „Exkursion nach Loch Ness“ lief, wir aber gar nicht direkt in (oder an) Loch Ness waren. Sondern nur in Fort Augustus, ein kleines Kaff das am Ende von Loch Ness ist. Außerdem waren wir vor (!) einem Loch Ness Museum, dem offiziellen übrigens. Dort verweilten wir 1 1/2 Stunden – es gab dort dieses Museum, einen Souvinierladen, ein Hotel und eine Straße ansonsten nichts (!!!). Da ich und die meisten anderen keine Lust hatte 5 Pfund fürs Museum zu bezahlen – wenn ich doch auch direkt zu Loch Ness fahren kann, warum soll ich in ein Museum – gammelten wir die ganze Zeit auf dem Parkplatz rum. Schön! Danach sind wir dann noch mal kurz, also wirklich kurz (etwa 5 Minuten), zu einem alten Schloss (war zu genervt um den Namen zu erfragen), direkt an Loch Ness, gefahren. Dort haben wir dann alle vom Parkplatz aus Fotos gemacht. Schööön!

Anschließend sind wir noch zum ältesten Pub Schottlands gefahren – na ja, anfangs dachte ich wir machen bloß eine Pinkelpause (weil die blöden Weiber die hinter mir saßen unglaubichen Stress machten weil schoon wieder pissen mussten). Wir sind dann aber doch fast 20 Minuten dort geblieben. Rein gegangen bin ich aber nicht 🙂 .

Mmh, ditt war ditt! Ich hatte eigentlich gehofft dahin zu kommen wo wir schon mal vor vielen Jahren waren, aber nüschts is.

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Tag 14, Clubtour in Glasgow

Wir, eine kleine Gruppe von etwa 15 Leuten, wurden von unserer E-Business Professorin und deren Mann durch Glasgows Clubs geführt

Als erstes waren wir im „Horseshoe“. Angeblich Europas größte Bar. Diese Bar ist in Form eines Hufeisens gebaut und hat zwei Etagen (unten Bar oben Restaurant). Dort geht man scheinbar direkt nach der Arbeit hin, denn ich habe einige in Anzug und Aktenkoffer gesehen.
Die Biersorten sind widererwarten die selben die es im Supermarkt gibt: Guiness, Budweiser und Co.

Danach sind wir etwas essen gegangen. Ich habe mich mitreißen lassen Haggis zu essen. Das Zeug ist zwar nicht atemberaubend schmackhaft, aber man kann es essen. Vom Geschmack her ähnelt es warmer Leberwurst. Dazu gab es Kartoffelbrei und Kürbismus (glaube ich).

Anschließend gings ins „Underground“. Dort herrschten geschätzte 35°C. Hin und wieder kamen Kellner mit Tabletts, auf denen kleine Happen zu essen waren, durch die Runde.
So hat’s sich dort angehört:
[audio:underworld.mp3]

Danach sind wir zwei Häuserblöcke entfernt ins „Cathouse“ gegangen. Etwas verwirrt war ich von den seltsamen Gestalten vor dem Eingang. „Na ja, egal, rein da“ dachte ich. Nach einer gründlichen Leibesvisitation durch einen Angestellten durfte ich weiter und bei einer jungen Dame in einem Metallkäfig (leider vergessen zu fotografieren) den Eintritt bezahlen. Ich dachte nur „öööh“. (An dieser Stelle möchte ich nur auf die Fotos verweisen, Erklärungen sind denke ich nicht nötig 😉 )
ich war übrigens einer von wenigen mit einem weißen T-Shirt, alle anderen waren gleichmäßig in schwarz gekleidet. Ich fühlte mich wie ein weißes Schaf unter vielen vielen schwarzen 😀
Die „Musik“ ist größtenteils ziemlich brachial. Rock sollte das sein wurde mir gesagt – für mich is das aber mindestens Death Metal.
So hat’s sich dort angehört:
[audio:cathouse.mp3]

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