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Was? Nur Bachelor?

Manche Personaler und Arbeitgeber machen auf mich einen völlig weltfremden Eindruck. Sie kapieren nicht was so ein Bachelor eigentlich kann. Deswegen nehmen sie einfach mal den Master als Messlatte und geben Berufseinsteigern, egal ob nun BSc oder Msc, grundsätzlich das Gleiche Gehalt. Und das nur weil die Leute nicht mehr mit Diplomen, wie zu ihrer Studienzeit, kommen. Auf den Zeugnissen steht im Titel was anderes. Wer so Veränderungsresistent ist und auch offensichtlich keinen Bock hat sich mit der Thematik zu beschäftigen, hat gar keine kompetenten Bewerber verdient.

Unabhängig davon scheint es mir, dass grundsätzlich zu hohe Maßstäbe gesetzt werden. Heute muss man ja für den simpelsten Job ein Abi haben. Wobei oft ein paar Wochen Einarbeitung wohl reichen würden. Der Musterbewerber hat ein Masterabschluss in Regelstudienzeit außerordentlich gut abgeschlossen und hat sich nebenbei auch noch durch sein soziales Engagement hervorgetan. (Und als Informatiker hast du am besten auch schon 2 OpenSource Projekte gestartet oder zumindest an doppelt so vielen ernsthaft mitgearbeitet).

Kommt mal von eurem hohen Ross runter!

Pampelmuse

Sagt mal, was ist eigentlich los?

Bin ich der einzige, der es etwas scary findet dass wir seit einiger Zeit unsere Schnäppchen während der Sales kaufen? Das uns Services vielerorts angeboten werden ist ja eigentlich schon normal (die Servicewüste kenne wir ja zu genüge). Auch dass ich mir ein Ticket kaufen muss, wenn ich mit der Bahn fahre, kann ich irgendwie noch verkraften. Aber dass ich mir Kaffee to go kaufen soll, daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Woran liegt es, dass alle super happy sind und diesen Umstand nicht bemerken? Vielleicht weil wir schon zu lange mit unseren Handys rumlaufen? Vielleicht kam das alles zu schleichend in unseren Alltag. Wenn ich so nachdenke, fällt mir gar keine Alternative für Grapefruitsaft ein. Aber was soll ich mir den Kopf zerbrechen … Ich mach lieber die Glotze an und warte bis mir jemand we love to entertain you entgegen brüllt. Dennoch: ist das nicht alles strange!?

So sehr diese und viele andere Veränderungen (die es gilt heraus zu stellen!) einfach zum Zeitgeist gehören, bin ich doch dafür, dass wir uns etwas besinnen und nicht alles nachquatschen was wir vielleicht im (stark amerikanisierten) Fernsehen oder anderswo hören.

Every Sperm is Sacred!

Letztens bin ich beim zappen bei hart aber fair hängen geblieben. Die Sendung beschäftigte sich mit der aktuellen PID Kontroverse. Lange konnte ich aber nicht zusehen, wie Frau Ex-Gesundheitsministerin Schmidt und vor allem der Vertreter des Ethikrats argumentierten. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Muss der Gesetzgeber überhaupt darüber entscheiden ob das erlaubt oder verboten sein sollte? Sind die potentiellen Eltern nicht mündig genug, selber darüber zu entscheiden was gut oder schlecht für sie ist?

Und wenn ich dann höre dass da Menschenleben weggeschmissen werden … man möge mich korrigieren, aber das was da in der Petrischale (ich bezweifle dass das im Reagenzglas gemacht wird) gezüchtet wird, ist nichts weiter als eine Handvoll Zellen. Das hat nicht viel mit Leben zu tun.

Zu viel Scheiße für einen Käfer

Arte zeigt einen sehr interessanten Bericht über die Atomindustrie Frankreichs der letzten Jahre. Es ist doch sehr erschreckend und bedenklich wie fahrlässig die Unternehmen mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Mitmenschen spielen. Im Angesicht der Unfälle in Japan kann man nur hoffen …

Videoplatzhalter

… dass es keine Risse sind, sondern wirklich nur Kratzer.

(via Fefe)

Der Titel ist ein Zitat einer der Arbeiter, die in dem Bericht zu Wort kommen.

Now in Uberspace!

uberspace.de *

 

Es war mal wieder Zeit für etwas Veränderung! MeinBlog (und sämtlicher anderer WebKram) läuft jetzt im Uberspace.

Anfang des Jahres bin ich auf uberspace.de gestoßen. Web creme hatte die Seite wegen des schicken Designs verlinkt. Weil bei den Amis seit wenigen Jahren alles „uber“ ist, dachte ich erst an ein US-Angebot. Um so größer war die Überraschung als ich merkte dass doch Deutsche dahinter stecken.

Einige Zeit später meldete ich mich an. Damals klappte irgendwas mit der Anmeldeprozedur nicht (oben drüber blinkte noch ein roter „beta“ Hinweis), so wurde ich ohne jegliche Erfolgsmeldung auf die Startseite geleitet und bekam weder ein generiertes Passwort noch die Möglichkeit eins festzulegen. Ich dachte mir nichts dabei und plante, es einige Wochen später, wenn die Betaphase evtl. beendet ist, noch einmal zu probieren. Schon wieder überrascht wurde ich, als ich wenige Stunden nach dem Anmeldeversuch eine Mail vom uberspace Betreiber Jonas Pasche bekam … dabei hatte ich gar keine E-Mail angegeben (allerdings trug ich meine Google OpenID ein, über die man, nach etwas Suchen, einige Kontaktmöglichkeiten von mir rausfinden kann). Jedenfalls merkte man dass ich mich anmelden wollte und das nicht klappte. Jonas hat das dann eben manuell gemacht und auch gleich den Fehler beseitigt. „Toll!“, dachte ich — wo ich doch von meinen bisherigen Hostern evanzo (und mittlerweile leider auch goneo) nur Eiseskälte und Desinteresse kennengelernt hatte. So gab’s gleich noch einen Pluspunkt zu den bereits vorhandenen für das unkonventionelle Preismodell und die vielen angebotenen Features.

Bei uberspace kann man sich den Preis, den man zahlen möchte, selber aussuchen. Ab einen Euro ist man dabei und kann den Preis monatlich ändern, je nach Gefallen und Inhalt der Geldbörse. Man überweist einfach einen beliebigen Betrag auf das Konto der Betreiber und läd damit sein Konto auf, dass dann je nach festgelegten Preis monatlich sinkt. Und das Ganze ohne irgendwelchen Vertragsquatsch. Wenn man irgendwann nicht mehr will sagt man eben Bescheid und zahlt nichts mehr. Keine Kündigungsfristen, die man sowieso jedes Mal verpennt … oder geht das nur mir so? Bei evanzo habe ich vor viel zu langer Zeit ein Paket mit drei Jahre Laufzeit abgeschlossen und im ersten dritten Jahr, nach dem die Server offensichtlich völlig überlastet waren und alles nur noch laggte natürlich die Kündigung verpasst. So darf ich dieses Jahr endlich — der Brief liegt schon auf dem Schreibtisch … seit drei Tagen 🙄 Vor Kurzem ging’s mir dann genauso bei goneo, allerdings weil die Herrschaften über eine Woche brauchten um meine Fragen zu lesen und dann so knapp wie möglich zu beantworten. So werde ich da wohl auch erst ein Jahr später als ich wollte weg sein … falls jemand für’n Zehner und 1 Jahr Webspace braucht, Bescheid sagen! 😉

Funktionen und Möglichkeiten hat man als Ubernaut, obwohl es „nur“ ein shared hosting ist, viele! Ich fing an mit dem ganzen Zeug hinter Guiduu auf den uberspace zu ziehen: Trac, eigene Python Eggs, SVN, Mailinglisten (und dann bald vielleicht auch die RoR App) — alles kein Problem. Und falls ich doch mal eins hatte oder etwas brauchte das noch nicht angeboten wurde, war Jonas immer äußerst hilfsbereit und zeigte mir was zu tun ist oder griff mir einfach schnell unter die Arme.

Nun muss ich nur noch einen netten Hoster für meine Domains finden. Bis jetzt fällt die Wahl wohl auf selfhost.de, die auch mit dem Team um Jonas Pasche zusammenarbeiten. Vorschläge anderer Domainhoster sind erwünscht! Denn, bei uberspace muss man nicht seine Domains hosten. Das kann man machen wo man will, vorausgesetzt man hat die Möglichkeit DNS Einträge festzulegen um alles auf seinen uberspace zu mappen.

„Qualität statt Quantität“, wie Henry so schön sagte vor Kurzem (dessen entsprechender Kommentar beim Umzug leider verloren ging 😉 ). Bei evanzo zahlte ich rund fünf Euro pro Monat für zig Gigabyte Speicherplatz … und am Ende für ein altes PHP, keine Antworten des Apaches (nicht mal bei simplen Html Dateien), Aussetzer beim Mailserver und in den letzten Tagen ständig Fehlermeldungen von anderen Domains dass die Mailbox keine Mails mehr annimmt, weil da offensichtlich nur Praktikanten arbeiten die keinen Plan haben wie man einen Server konfigurieren muss. Das geht echt gar nicht klar!

Im Moment ist mein Uberspace noch auf einen Euro eingestellt. Aber wenn die Betaphase zu Ende ist (bin mir nicht sicher ob sie’s schon ist) und der erste Monat berechnet wurde (denn noch ist alles kostenlos!), werde ich großzügiger sein … Wobei ich wohl eigentlich was in die Kaffeekasse bei uberspace stecken müsste für die super Hilfe die ich in den letzten Wochen bekam 🙂

Abschließend: Uberspace macht einfach nur Spaß!

* mit freundlicher Erlaubnis von uberspace

Das Lümmeltütenproblem

Unser Papst ist empört! Er ist empört darüber das alle so erstaunt sind dass er nun doch Kondome erlaubt, aber niemand sich dafür interessiert was er noch so zu sagen hat. Ja er fühlt sich gar in seiner Intelligenz beleidigt. (n24.de).

Nun ja. Was soll man als toleranter und völlig „glaubensloser“ Mensch dazu sagen? Vielleicht erst einmal: Willkommen im Jahr 2010, Herr Pontifex! Schön dass die Kirche so langsam auch in der Gegenwart ankommt. So scheint es zumindest. Sieht man ein wenig genauer hin, kommt die Ernüchterung und das obligatorische Augenrollen. Denn die Lümmeltüten sind nur zur Vermeidung von Aids erlaubt. Was wiederum ein wenig verwirrt: Vor knapp einem Jahr erklärte Benedikt während seiner Afrikareise noch, Kondome würden das Aids-Problem nicht lösen und es nur verschlimmern.

Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll meine Empörung zu dem Thema zu beschreiben. Wie kann sich jemand, ungeachtet seiner (religiösen) Stellung, in seiner Intelligenz beleidigt fühlen und im selben Atemzug Kondome verteufeln und ausschließlich zur Vermeidung von Aids als Ausnahme bei „begründeten Einzelfällen“ erlauben? Und die Betonung liegt hier klar bei der einen Krankheit! Andere Infektionskrankheiten sind im Vatikan scheinbar nicht bekannt. Leicht überspitzt könnte man meinen, zwischen den Zeilen eine Antragspflicht für die Nutzung von Präservativen zu lesen. Denn wer begründet hier die Einzelfälle? Der fromme Mann darf wohl kaum selbst darüber entscheiden, andernfalls gäbe es diese Diskussion ja nicht!

Eigentlich fühle ich mich nicht angesprochen von irgendwelchen religiösen Vertretern. Dennoch stellen sich bei mir die Fußnägel auf, wenn die  Kirche mit ihren Dogmen jeden (oder zumindest ihre Anhänger) bevormundet. Wer im Jahr 2010 ernsthaft über das Für und Wider von Verhütungsmitteln diskutiert, verdient keinerlei Beachtung!

Noch weniger kann ich verstehen, wie Kirchengänger (und ich hoffe insgeheim dass es Ausnahmen gibt) das einfach so fressen und Amen sagen. Beim stöbern durch Kommentare finde ich folgenden erschreckenden Beitrag:

Auf konservative Werte und den Glauben hinzuweisen ist einer der Verdienste von Papst Benedikt XVI, ebenso wie die Warnung vor uneingeschränktem Hedonismus der westlichen Welt. Als kluger Mann sieht er ein Stück weiter in die Zukunft als manch ein Politiker, seine Warnungen und Empfehlungen sollten deshalb mehr Gehör finden. Unfehlbar ist er nicht, und ich denke, er hat diesen Anspruch auch nie erhoben, er ist vielmehr der demütige dienende Hirte seiner Gemeinde, der diesen Dienst nicht mit dem Karrierestreben mancher Zeitgenossen verwechselt. Von den Gliedern seiner Gemeinde erwartet er Hilfe und damit ist er sogar das, was mancher als modern bezeichnen könnte. So vereint er im besten Sinne eine konservative Grundeinstellung mit einer Offenheit für neue wissenschaftlich begründete Erkenntnisse. (von Familienverfechter, 21.11.10, 12:15)

Und das meint der wohl voll ernst! … Aber bevor ich hier noch in Blasphemie verfalle und mein Anfangsthema aus den Augen verliere, füge ich dem nichts mehr hinzu. Jedem das Seine.

Abschließen möchte ich mit einem Aufruf:

Make Love!

Basic Halfknowledge – Advanced Fail

„No one can reach me the water!“ – J. Vielmeier prognostiziert, auf Basic Thinking „Das Jahrzehnt der Entwickler bricht an„. Und ich bin „geflasht“ von so viel Halbwissen!

Wie am Anfang schon sehr gut erkannt wurde, muss jemand der sich Programmierer schimpfen will, einiges an Wissen aufweisen. Die reine Fähigkeit verschiedenen Programmiersprachen (btw: Java ist keine Auszeichnungssprache!) nutzen zu können, reicht allerdings nicht aus! Dazu kommt noch ein Berg an theoretischem und methodischem Wissen. Kurzum, so etwas liest man sich nicht an zwei Wochenenden an. In einem dreijährigem Bachelor-Studium zum Informatiker (merke: Programmierer < Informatiker) lernt man viel und dennoch nicht alles. Es reicht alle Male als sehr gute Grundlage für einen Berufseinstieg – und das liegt nicht am Studiensystem, sondern einfach an der Vielfältigkeit des Themas (wobei wir hier „Thema“ sehr weit fassen).

Vielmeier behauptet vorlaut, Programmierer würden in den kommenden Jahren zu modernen Bauern werden, die die Drecksarbeit machen. Geld verdienen, würden sie dabei  nur sehr wenig. Die „Veredler“ sind es sie das dicke Geld machen würden. Denn sie sind es, die innovative Produkte, mit den vorbereiteten Baukastensysteme, bauen. Viel wissen müssen sie auch nicht, denn dank der Baukästen der Bauern, ist es für jeden ein Leichtes individuelle Programme, Apps und Webseiten zu erstellen.

Also bitte! Das ist doch an den Haaren herbeigezogener Blödsinn! Würde das so eintreffen, haben wir bald Millionen verschieden aussehender Software, die doch immer gleich ist. Das ergibt sich schon aus dem Fakt das man mit Baukastensystemen nur das bauen kann, was das System anbietet. So viel Potenzial an Innovation oder Entwicklungsmöglichkeit kann dabei nicht vorhanden sein. Weiterhin haben die Nutzer der Bau(ern)kästen wenig bis kein Spezialwissen, was die Entwicklung neuer und einzigartiger Produkte weiter stark beeinträchtigt. Ein dritter Fakt, und ich denke das ist einer der wichtigsten, der diese Theorie verblassen lässt, ist, dass niemand 526 Twitter-Apps braucht; niemand will 621 verschieden aussehende „Facebook-Like-Buttons“; niemand interessiert sich für das 201. Social-Network-Portal … niemand will irgendetwas aufgewärmtes, dass es schon x Mal gibt!

Besonders im Internet gilt eines stärker als irgendwo anders: Jede Idee funktioniert nur ein Mal sehr gut! Ein zweites Mal kann es vielleicht noch so mittel-gut funktionieren. Über den dritten Versuch redet niemand. Das beste Beispiel ist wohl „The One Million Dollar Page„. Das gab es ein Mal und wird es nicht ein weiteres Mal geben. Ein aktuelleres Beispiel ist Twitter. Googles Versuch seinen Buzz zu etablieren war eine Riesenluftnummer. Man stelle sich nur mal vor, wie das aussehen würde, würden Internetdienste (oder allgemein Software) mit reinen vorgefertigten Baukästen erstellt werden: Es gäbe einen kurzen Hype und danach nur noch Desinteresse.

Ich, als Informatiker (respektive Programmierer UND Entwickler), bin vielleicht nicht unbedingt der mit den meisten und innovativsten Ideen, aber ich bin auf jeden Fall der der Ideen umsetzen kann – und zwar weit über den Horizont eines Baukastensystems hinaus!

You want a Drink? Pink Belicious!

Zutaten:

  • 6cl Dry Gin
  • 2cl  Cointreu (Orangenlikör)
  • 2cl Johannesbeerlikör
  • 4cl Zitronensaft
  • 2cl Zuckersirup

Mixen:

  1. Alles Zutaten und vier Eiswürfel in einen Shaker. Alles für etwa 15 Sekunden kräftig schütteln
  2. Drei Eiswürfel in ein Glas und den Drink durch das Sieb gießen
  3. Mit kaltem Sodawasser aufgießen
  4. Mit einem Strohalm servieren 🙂

Jetzt bräuchte ich nur noch einen Namen dafür!